1926 in Wörth geboren war Leo Grüner hauptberuflich als Volksschullehrer tätig, zunächst in Fraunberg, nebenher als Lehrer an den städtischen Singschulen in Erding.

Bereits 1958 hat er eine Orff-Spielgruppe aufgebaut und war im Sinn dieser kreativen Arbeit auch kompositorisch tätig.

Seit 1965 war er Lehrer in Klettham. Als Leiter der neu gegründeten Singschule und Kirchenmusiker in St. Vinzenz hat er den kirchlichen Singkreis aufgebaut. Schwerpunk seiner musikalischen Arbeit war die Ausbildung der Jugend: Jugendchor, Rhythmusgruppe und die Gründung der Kletthamer Bläserbuben. Für diese Ensembles hat er bekannte Stücke und eigene Kompositionen arrangiert.

Leo Grüner hat bedeutender Werke wie der „Schöpfung“ von Joseph Haydn aufgeführt, zusammen mit der Kantorei Erding und Carl Doll Bachs Weihnachtsoratorium, den „Elias“ von Mendelsohn-Bartholdy aber auch spätere Komponisten und solche aus unserer Zeit kamen aufs Programm, so die Carmina Burana und das Osterspiel von Carl Orff sowie Werke für Chor und Orchester von Kodaly, Barbe und dem Engländer Britten.
1982 bekam er den Kulturpreis des Landkreises Erding.

Bei vielen Aufführungen bildeten die Musiker des Erdinger Kammerorchesters den Stamm des eigens zusammengestellten Orchesters. Aus den Erfahrungen dieser Zusammenarbeit ergab es sich von selbst, dass er Ende der siebziger Jahre als Leiter des Kammerorchesters geholt wurde. Nach drei Jahren gab er wegen Überlastung an Wolfgang Gieron ab. Nach dessen Abgang übernahm er noch einmal die Leitung des Streichorchesters, pflegte neben den Klassikern auch das moderne Repertoire, Werke von Debussy kamen zur Aufführung, unter anderem auch solche von dem Schweden Dag Wiren.

Schließlich übergab er den Stab an Helmut Veihelmann  –  und der ist ein Glücksfall für das Erdinger Kammerorchester! Auf dessen Anregung entstand zum 50. Orchesterjubiläum das Auftragswerk „Ardeo-Suite“, das beim Festkonzert seine Uraufführung erlebte.

Als neuen Auftrag schrieb Leo Grüner „3 DIALOGE“ für das Weihnachtskonzert 2011 in der Altenerdinger Pfarrkirche.

Dazu ein paar eigene Erläuterungen des Komponisten: